Antrag vom 02.10.‘20 

Schottergärten reduzieren die Artenvielfalt

Antragstext:

Fraktionen Bündnis90/Die Grünen Ottersberg, den 02.10.2020

Die  FGBO und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellen folgenden Antrag für den Ausschuss Bau, Planung und Gebäudemanagement, um neue Festsetzungen in Bebauungsplänen zur Gestaltung nicht bebauter Flächen zu treffen. 

 

Begründung:

 Seit 03.April 2012 ist die Gestaltung nicht überbauter Flächen in § 9 der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) wie folgt geregelt: (2) Die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind. Das Niedersächsische Umweltministerium hat am 11. April 2019 auf eine entsprechende Anfrage klargestellt, dass großflächige Schotterflächen nach der NBauO nicht zulässig sind.

Aus Umwelt- und Klimasicht ist ein Schottergarten kritisch zu bewerten: • Er stellt eine Bodenversiegelung dar, • die Fläche heizt sich an warmen Tagen stark auf und speichert - anders als unversiegelter Boden - kein Wasser, schadet also dem Klima • häufig wird nach einigen Jahren mit Pestiziden gegen dennoch wachsendes Grün vorgegangen, • Schottergärten reduzieren die Artenvielfalt.[
Im Flecken Ottersberg ist festzustellen, dass Grundstücke und/oder Grundstücksteile vermehrt mittels großer Schotterflächen gestaltet werden. Der Fachausschuss und die Verwaltung werden aufgefordert, bei der Ausweisung neuer Baugebiete folgende verbindliche Festsetzungen zu treffen: Gemäß § 9 Abs. 2 der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) müssen nicht überbaute Flächen der Baugrundstücke Grünflächen sein. Die Freiflächen können mit Rasen oder Gras, Gehölzen, anderen Zier- oder Nutzpflanzen bedeckt sein. Plattenbelege, Pflasterungen und dergleichen sind allenfalls zu den Grünflächen zu zählen, wenn sie eine verhältnismäßig schmale Einfassung von Beeten usw. darstellen. Auf diesen Flächen muss Vegetation überwiegen, sodass Steinflächen aus Gründen der Gestaltung oder der leichteren Pflege nur in geringerem Maße zulässig wären. Großflächige Steinflächen entsprechen dieser Forderung nicht.
Angela Hennings
Harald Steege

Weitere Informationen sind auch in einem interessanten NDR-Bericht zu bekommen. Der Link dazu lautet.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Kommunen-sagen-Schottergaerten-Kampf-an,schottergaerten108.html

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Übrigens:

"Wer nichts waget, der darf nichts hoffen."

Friedrich Schiler

Wer ist eigentlich:

Uwe Dammann

Redakteur, Jahrgang 1958, verheiratet mit Edda Dammann, zwei Kinder, lebt seit 1995 in Ottersberg im Ortsteil Bahnhof.
Uwe Dammann hat Germanistik/ Publizistik in Göttingen und Berlin studiert

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