Ottersberger 
 Grundschulen 

Lehrermangel, steigende Schülerzahlen und zu wenig Platz

20.02.‘18

Von Uwe Dammann

Das Thema ist derzeit bundesweit in den Medien präsent und macht auch vor dem Flecken Ottersberg nicht halt. Über massiven Lehrermangel bei gleichzeitig steigenden Schülerzahlen klagen auch die Ottersberger Schulen unisono. Umso erfreulicher ist es da, dass es dem Flecken gelungen ist, zügig eine neue Rektorin für die Grundschule in Posthausen zu gewinnen. Nachfolgerin des ausgeschiedenen Rektors Christian Pagels wird Sabine Göricke aus Oyten. Sie und ihre Kollegen werden in den nächsten Jahren mit stark ansteigenden Schülerzahlen konfrontiert. Darauf wies die Fischerhuder Grundschulrektorin Konstanze Döhle in einem Gespräch mit dem Fischerhuder Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf (FGBO) und dem FGBO-Ratsherrn Uwe Dammann hin.

Steigende Schülerzahlen

Laut den Berechnungen der Ottersberger Verwaltung werden zum Schuljahresbeginn 2022/2023 rund 490 Schüler die Grundschulen in Posthausen, Fischerhude und Otterstedt besuchen. Das entspreche in etwa der Zahl von vor zehn Jahren. Zurzeit werden an den Grundschulen etwa 400 Kinder unterrichtet. Bei diesem starken Anstieg an Schülerzahlen sei abzusehen, dass die Raumkapazitäten der Grundschulen schnell an ihre Grenzen stoßen, betonte Döhle.

Mögliche Lösungen

Mögliche Lösungen wären ein Anbau oder Container für weitere Schulklassen. Die Ottersberger Verwaltung um Amtsleiter Jürgen Buthmann von Schwartz betont in einer Vorlage für den Schulausschuss, dass es rein rechnerisch genügend Räume für alle Schüler gebe. Allerdings müsse man eine gewisse Umverteilung der Schüler vornehmen. Das heißt, mehr Schüler aus Ottersberg gehen nach Posthausen oder Otterstedt, anstatt zur Grundschule nach Fischerhude, die bei den meisten Elternhäusern aus dem Ottersberger Kernort favorisiert wird.

Schuleinzugsgebiete noch angemessen

Eine breitere Debatte über die Schuleinzugsbezirke ist deshalb in naher Zukunft zu erwarten. In dieser möglichen Diskussion über eine jährliche Veränderung der Schuleinzugsbezirke erwartet Schulleiterin Konstanze Döhle eine verunsicherte Elternschaft, die wiederum viele Anfragen an die Schulleitungen stellen werden. Deutliche Mehrarbeiten für die Schulleitungen, aber auch für die Verwaltung im Rathaus seien damit programmiert. Konstanze Döhle plädiert nicht nur aus diesem Grund für eine Beibehaltung der bisherigen Schulbezirke. Aus ihrer Sicht haben sich die Bezirke etabliert und bildeten ein verlässliches Schulumfeld. Obendrein seien von der drohenden Veränderung nur die Ottersberger Kinder betroffen, die auf andere Schulen verteilt werden. Die Posthauser und Fischerhuder Kinder kommen wegen ihrer Wohnortnähe zu den Grundschulen nicht für einen Wechsel in Frage.

Kleinere Klassen und mehr Räume

Generell plädieren die Grundschulleiter für kleinere Klassen an den Schulstandorten, da die Verhaltensauffälligkeiten von Kindern weiterhin stark zunehmen. Extraräume zur Beschulung von kleineren Schülergruppen seien deshalb dringend notwendig.

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Übrigens:

"An allen Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."

Erich Kästner

Wer ist eigentlich:

Wilfried Mittendorf

Diplombiologe, geboren 1955, verheiratet, gebürtig aus Fischerhude und jetzt in Quelkhorn lebend.
Abitur in Bremen, Studium der Agrarwissenschaften und Biologie in Göttingen und Bremen.