FGBO und CDU gegen Schottergärten 

Fraktionen fordern Rückbau versiegelter Gärten

Ein naturnaher Garten bietet Vielfalt für Flora und Fauna. Foto: Dammann

16.01.‘23

Ottersberg (ud). Die FGBO-Fraktion will gemeinsam mit der CDU-Fraktion sogenannte Schottergärten, die Gärten großflächig versiegeln, nicht länger dulden. In einem Antrag an Bürgermeister Tim Willy Weber fordern die Fraktionen die Verwaltung auf, ein Konzept vorzulegen, mit dem sie künftig gegen die nicht erlaubte Versiegelung auf Privatgrundstücken vorgehen will. Aus Umwelt- und Klimaschutzgründen sei ein Schottergarten kritisch zu bewerten, heißt es in dem Antrag, der von den beiden Fraktionsvorsitzenden Holger Wieters-Froehlich (FGBO) und Klaus Rebentisch (CDU) unterzeichnet wurde. Schottergärten versiegeln nicht nur den Boden und verhindern somit die Aufnahme von Wasser. Obendrein heizen sich die Flächen an warmen Tagen stark auf. Dass die Artenvielfalt an Pflanzen- und Tieren ebenfalls darunter leide, sei ein weiteres Argument gegen diese Art der Gestaltung von Gärten. Da auch im Flecken vor allem in Neubaugebieten immer häufiger Gärten mittels großer Schotterflächen gestaltet werden, müsse nun aktiv dagegen vorgegangen werden. Die Verwaltung solle Eigentümer auffordern, ihre mit Schotter und Steinen angelegten Gärten wieder zu begrünen. Zur Unterstützung könne dem Hinweisschreiben die Broschüre des Naturschutzbundes (NABU) „Lebendige Gärten“ beigefügt werden. Unter anderem gehen die Städte Achim und Verden einen ähnlichen Weg und haben Grundstückseigentümer eine Frist von einem halben Jahr gesetzt, um die mit Schotter versiegelten Gärten wieder zurückzubauen.

In einem weiteren Antrag fordert die FGBO-Fraktion, dass der Flecken Ottersberg der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeit“ beitritt. Ziel der Initiative ist es, dass die Gemeinden und Städte selbst festlegen können, mit welcher Geschwindigkeit in ihren Ortschaften gefahren werden darf. So sei beispielsweise die Einrichtung eines einheitlichen Tempo 30-Limits auf allen Gemeindestraßen möglich. „Wir sehen das als einen längst überfälligen Schritt zur Verkehrswende an,  um mit geringeren Emissionen und weniger Unfällen  mehr Lebensqualität für die Einwohner zu erreichen“, sagt der FGBO-Fraktionsvorsitzende Holger Wieters-Froehlich.

 

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Übrigens:

"Wer nichts waget, der darf nichts hoffen."

Friedrich Schiler

Wer ist eigentlich:

Stefan Bachmann

Heimleiter, Jahrgang 1961, verheiratet, zwei Kinder und drei Enkel
1.Vorsitzender Förderverein Otterbad e.V., wohnt in Quelkhorn und leitet das Wohnheim des Parzival-Hofes.

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