Herbizide trotz Glyphosatverbot? 

Das ist keine Lösung

20.10.‘17

von Tim Weber

Vor knapp zwei Wochen rief mich ein Anwohner erregt an. Er beschwerte sich erbost, dass am Kreisel Gift eingesetzt werde. Ein Mann im Schutzanzug versprühe irgend etwas und sie würden eingenebelt werden. Ein Anruf bei der Gemeinde habe nichts gebracht.

Ich rief darauf hin beim Bürgermeister an. Er erklärte mir, dass der Rat beschlossen habe, kein Glyphosat mehr einzusetzen. Die Konsequenz daraus sei, dass nun andere Mittel eingesetzt werden müssten. Ich erinnere mich, dass der Rat dies beschlossen hat. Ich erinnere mich auch daran, dass der Bürgermeister in einem Nebensatz diese Schlussfolgerung erwähnte. Ich bat ihn, zum Kreisel zu gehen und den Vorgang zu stoppen. Tatsächlich tat der Bürgermeister dies auch. Dies möchte ich ausdrücklich hervorheben. Gerne möchte ich glauben, dass es an meinem Anruf lag, aber das sei dahin gestellt.

In einem weiteren Telefonat mit dem Anwohner sagte dieser, beim Rathaus würde nicht gespritzt werden, sondern die unerwünschten Wildkräuter mit der Hand entfernt. Dies konnte ich gar nicht glauben und rief noch einmal bei der Verwaltung an. Dort wurde das bestätigt. Es gebe eine einfache Erklärung dafür. Beim Rathaus würde der Bauhof die Arbeiten vornehmen, beim Kreisel werde eine Firma beauftragt. Wenn dies anders gewünscht sei, müsse die Firma mehr Geld bekommen oder der Bauhof mehr Personal. Ich pflichtete dieser Aussage bei. Daraufhin hat Ratsmitglied Dr. Mathias Grabs einen Antrag formuliert, der von Grünen und SPD unterstützt wird.

Es war richtig, kein Glyphosat mehr einzusetzen und es ist richtig, keine anderen Herbizide einzusetzen. Es geht um den Schutz der Menschen und der Pflanzen.

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Übrigens:

"An allen Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."

Erich Kästner

Wer ist eigentlich:

Harald Steege

Vertriebsleiter, verheitratet, 3 Kinder
Harald Steege lebt seit 1990 in Ottersberg und kandidiert für den Gemeinderat und Ortsrat Otterstedt. Er ist Pressesprecher bei der FGBO.